| Henrietta Kretz i Janusz Garlicki w byłym obozie Buchenwald. |
Wie erinnern wir? Woran erinnern wir, zu welchem Zweck und bei welcher Gelegenheit? Diese Fragen hat ein deutsch-polnisches Begegnungsprojekt ergründet. Im Zentrum des Treffens stand der NS-Terror, über den die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar informiert. Wir haben Gespräche mit Zeitzeug/innen und Expert/innen geführt und verschiedene Lernorte in Thüringen besucht, um Bedeutung und Funktion von Erinnerung in beiden Ländern zu ergründen. Die Ergebnisse werden auf diesem Blog veröffentlicht.
13.03.2012
Refleksja
10.03.2012
Miasto naznaczone
| Dąb Goethego w Buchenwaldzie fot. P. Turek. |
Początek istnienia Weimaru sięga około 899 roku. Tysiąc sto lat później UNESCO uznało to miasto za kulturalną stolicę Europy. Przez lata okolica była miejscem spotkań elit świata sztuki oraz polityki. Pobliski Erfurt niejednokrotnie odwiedzał Napoleon w przerwie pomiędzy swoimi podbojami. Czasem, gdy ulice Weimaru są już puste, wydaje się, że wiatr wciąż niesie echem melodie grane kilka stuleci temu przez samego Bacha. Część fikuśnych kamienic, równych placów i zielonych parków pamięta jeszcze czasy gdy konwersacje na temat spraw wielkich i tych błahych prowadzili wspólnie Goethe z Schillerem. Ten pierwszy niejednokrotnie zachwycał się pobliską przyrodą, niedaleko miasta pod pewnym dębem flirtował z hrabiną Charlotte von Stein. Konsekwencją tej znajomości są setki interesujących listów. W Weimarze koniec swojego zawirowanego życia odnalazł Nietzsche. To tutaj początek miała Republika Weimarska oraz nowatorski, czasem kontrowersyjny Bauhaus. Miasto rozwijało się w dobrobycie i zawsze przynosiło tylko dobre skojarzenia.
A później przyszli naziści…
09.03.2012
Głosy - Stimmen - Voices
Czy ocalając pamięć o Holokauście uchronimy nasz świat przed ruchami
ekstremistycznymi?
Schützt uns das erhaltene Wissen über den Holocaust vor politisch extremen Bewegungen? Czy świadectwa byłych więźniów obozów koncentracyjnych mogą sprawić, że wzrośnie świadomość tego, jakie konsekwencje mogą mieć odradzające się ruchy radykalnej prawicy, takie jak neonazizm czy zjawiska takie jak antysemityzm?
Können Zeugnisse ehemaliger Häftlinge von Konzentrationslagern einen Einfluss darauf haben, dass sich das Bewusstsein dafür erhöht, welche Konsequenzen die wieder erstarkenden rechtsextremen Bewegungen, zum Beispiel Neonazismus oder Erscheinungen wie Antisemitismus, haben können?
Jaka role odgrywa szkolna edukacja historyczna w ksztaltowaniu postaw obywatelskich?
Welche Rolle spielt die historische Bildung in der Schule im Bezug auf die Einstellung der Bürger zum Thema des politischen Extremismus?
Czy spotkanie ze świadkami historii, ofiarami nazistowskiej dyktatury,może zmienić nasze postrzeganie rzeczywistości?
Können Begegnungen mit Zeitzeugen, mit Opfern der Nazidiktatur unsere Wahrnehmung der Gegenwart verändern? Czy istnieje jakikolwiek związek pomiędzy kulturą pamięci a społecznym
zaangażowaniem, np. na rzecz ochrony praw człowieka?
Besteht überhaupt eine Verbindung zwischen der Erinnerungskultur und zivilgesellschaftlichem Engagement, zum Beispiel im Bezug auf den Schutz der Menschenrechte?
Kto ponosi odpowiedzialnosc za motywowanie mlodych ludzi do aktywnej partycypacji w zyciu spoleczno-politycznym?
Wer trägt die Verantwortung für die Motivation junger Leute zur aktiven Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Leben?
06.03.2012
Tierliebe und Menschenhass
In vielen ehemaligen Konzentrationslagern gibt es Orte und Geschehnisse, die sich für Besucher der heutigen Gedenkstätten nicht einfach in das Bild vom Grausamkeit und sinnlosem Morden fügen wollen. In Buchenwald gehört der in unmittelbarer Nähe zum Häftlingslager angelegte Tiergarten mit Blick auf das Krematorium zu diesen Orten. Eine Insel Normalität zwischen Unvorstellbarem.
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| Burg für die Bären im Tiergarten des KZ Buchenwald |
Tylko kobiety. Nur Frauen
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| Brygida Czekanowska |
Brygida Czekanowska wurde am 29.08.1928 in Danzig geboren. Während des 2. Weltkrieges lebte sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder in Warschau, wo sie und ihre Mutter am 8.8.1944 – eine Woche nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstandes – verhaftet und anschließend in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert wurden. Nach der dreiwöchigen Quarantäne wurden sie zur Arbeit in einem Rüstungsbetrieb in Kleinmachnow verlegt, der ein Außenlager des KZ Sachsenhausen war. Nach dem Krieg kehrten Mutter und Tochter nach Polen zurück, wo Brygida ein Medizinstudium abschloss. Seit 11 Jahren engagiert sie sich für die Bildung von Jugendlichen bezüglich des 2. Weltkrieges, indem sie als Zeitzeugin an verschiedenen Projekten teilnimmt.
Langes Schweigen – Bordelle in Konzentrationslagern
In vielen Konzentrationslagern des dritten Reichs gab es Einrichtungen von dessen Existenz nur wenige wissen: vom Staat gegründete Bordelle, in denen weibliche Gefangene als Prostituierte arbeiten mussten. Hierbei wurden alle Männer im Umkreis des jeweiligen KZs bedient. Es gab Bordelle für SS-Männer ebenso wie für die Wehrmacht und Lagerinhaftierte.
Auf das Thema gestoßen sind wir in der polnischen Fernsehdokumentation Dziewczęta z Auschwitz („Die Mädchen aus Auschwitz“) (2010). Dort werden ehemalige weibliche Häftlinge des Konzentrationslagers interviewt, welche unter anderem auch von der „Rekrutierung“ der späteren Prostituierten berichten. Die Autorin Christa Paul widmet dem Thema ein ganzes Buch mit dem Titel Zwangsprostitution (1995). In der Einleitung schildert sie, wie sie bei einem Besuch des KZs Auschwitz das erste Mal mit der Materie in Kontakt kommt. „Ein Bordell im KZ Auschwitz? Für Häftlinge?“, so beschreibt sie ihre überraschte Reaktion. Im gleichen Jahr wird auch erstmals ein Beitrag zum Thema im deutschen Fernsehen gezeigt. Die ARD-Dokumentation Das große Schweigen befragt Zeitzeuginnen, die als Prostituierte im KZ arbeiteten, ebenso wie Insassen, die als „Kundschaft“ im Lagerbordell waren.
Auf das Thema gestoßen sind wir in der polnischen Fernsehdokumentation Dziewczęta z Auschwitz („Die Mädchen aus Auschwitz“) (2010). Dort werden ehemalige weibliche Häftlinge des Konzentrationslagers interviewt, welche unter anderem auch von der „Rekrutierung“ der späteren Prostituierten berichten. Die Autorin Christa Paul widmet dem Thema ein ganzes Buch mit dem Titel Zwangsprostitution (1995). In der Einleitung schildert sie, wie sie bei einem Besuch des KZs Auschwitz das erste Mal mit der Materie in Kontakt kommt. „Ein Bordell im KZ Auschwitz? Für Häftlinge?“, so beschreibt sie ihre überraschte Reaktion. Im gleichen Jahr wird auch erstmals ein Beitrag zum Thema im deutschen Fernsehen gezeigt. Die ARD-Dokumentation Das große Schweigen befragt Zeitzeuginnen, die als Prostituierte im KZ arbeiteten, ebenso wie Insassen, die als „Kundschaft“ im Lagerbordell waren.
05.03.2012
"Stets gern für Sie beschäftigt"
Seit gut einem Jahr ist der Erinnerungsort "Topf & Söhne" in Erfurt in Betrieb. Eine umfangreiche und sehr zeitgemäß gestaltete Ausstellung stellt einen Ort vor, der insbesondere durch das Wirken von Tätern geprägt ist: Hier wurden die Krematoriumsanlagen zahlreicher Konzentrations- und Vernichtungslager entwickelt und gebaut.
| Auf dem Vorplatz des ehemaligen Verwaltungsgebäudes von "Topf und Söhne" in Erfurt |
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