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09.03.2012

Głosy - Stimmen - Voices


Czy ocalając pamięć o Holokauście uchronimy nasz świat przed ruchami
ekstremistycznymi?
Schützt uns das erhaltene Wissen über den Holocaust vor politisch extremen Bewegungen?  
Czy świadectwa byłych więźniów obozów koncentracyjnych mogą sprawić, że wzrośnie świadomość tego, jakie konsekwencje mogą mieć odradzające się ruchy radykalnej prawicy, takie jak neonazizm czy zjawiska takie jak antysemityzm?
Können Zeugnisse ehemaliger Häftlinge von Konzentrationslagern einen Einfluss darauf haben, dass sich das Bewusstsein dafür erhöht, welche Konsequenzen die wieder erstarkenden rechtsextremen Bewegungen, zum Beispiel Neonazismus oder Erscheinungen wie Antisemitismus, haben können?
Jaka role odgrywa szkolna edukacja historyczna w ksztaltowaniu postaw obywatelskich? 
Welche Rolle spielt die historische Bildung in der Schule im Bezug auf die Einstellung der Bürger zum Thema des politischen Extremismus?
Czy spotkanie ze świadkami historii, ofiarami nazistowskiej dyktatury,
może zmienić nasze postrzeganie rzeczywistości?
Können Begegnungen mit Zeitzeugen, mit Opfern der Nazidiktatur unsere Wahrnehmung der Gegenwart verändern?
Czy istnieje jakikolwiek związek pomiędzy kulturą pamięci a społecznym
zaangażowaniem, np. na rzecz  ochrony praw człowieka?
Besteht überhaupt eine Verbindung zwischen der Erinnerungskultur und zivilgesellschaftlichem Engagement, zum Beispiel im Bezug auf den Schutz der Menschenrechte?
Kto ponosi odpowiedzialnosc za motywowanie mlodych ludzi do aktywnej partycypacji w zyciu spoleczno-politycznym? 
Wer trägt die Verantwortung  für die Motivation junger Leute zur aktiven Beteiligung am politischen und gesellschaftlichen Leben?  




06.03.2012

Tylko kobiety. Nur Frauen

Brygida Czekanowska
Brygida Czekanowska urodziła się 29.08.1928 roku w Gdańsku.  W czasie II wojny światowej mieszkała z rodzicami i bratem w Warszawie, gdzie 8 sierpnia 1944 roku - tydzień po wybuchu powstania warszawskiego - zostały wraz z matką aresztowane, a następnie wywiezione do obozu koncentracyjnego Ravensbrück. Po odbyciu trzytygodniowej kwarantanny zostały one przeniesione do pracy w zakładzie zbrojeniowym w Kleinmachnow, będącym podobozem Sachsenhausen. Po wojnie matka i córka wróciły do Polski, gdzie Brygida ukończyła studia medyczne. Od 11 lat angażuje się w edukację młodzieży na temat II wojny światowej, biorąc udział w rozmaitych projektach jako świadek historii.

Brygida Czekanowska wurde am 29.08.1928 in Danzig geboren. Während des 2. Weltkrieges lebte sie mit ihren Eltern und ihrem Bruder in Warschau, wo sie und ihre Mutter am 8.8.1944 – eine Woche nach dem Ausbruch des Warschauer Aufstandes – verhaftet und anschließend in das Konzentrationslager Ravensbrück  deportiert wurden. Nach der dreiwöchigen Quarantäne wurden sie zur Arbeit in einem Rüstungsbetrieb in Kleinmachnow verlegt, der ein Außenlager des KZ Sachsenhausen war. Nach dem Krieg kehrten Mutter und Tochter  nach Polen zurück, wo Brygida ein Medizinstudium abschloss. Seit 11 Jahren engagiert sie sich für die Bildung von Jugendlichen bezüglich des 2. Weltkrieges,  indem sie als Zeitzeugin an verschiedenen Projekten teilnimmt.

01.03.2012

Goethe, Schiller, und die Auslegung der Geschichte

Was die Realität betrifft, so ist die Geschichtsschreibung nicht immer ganz genau. Historische Fakten unterliegen immer einer Interpretation und Instrumentalisierung. Zu symbolischen Zwecken werden Tatsachen außer Acht gelassen oder sogar abgewandelt.

Zu beobachten am Beispiel der Dichter Goethe und Schiller. Für das berühmte Denkmal in der Stadt ihres gemeinsamen Schaffens, Weimar, wurden die physikalischen Tatsachen ein wenig angeglichen. So stehen sich die beiden in gusseiserner Form auf Augenhöhe vor dem Nationaltheater der selbsternannten Kulturstadt gegenüber. Und das obwohl der lebendige Goethe ein kleiner, stattlicher Mann war, während Schiller zu den Hochgewachsenen seiner Zeit gehörte. Ob diese Angleichung nun aus  Gründen des Symbolismus oder der Ästhetik geschah, gestört hätte es wohl beide nicht allzu sehr.

Das Goethe und Schiller-Denkmal vor dem Deutschen Nationaltheater in Weimar
(Photo: Adam Symonowicz)

28.02.2012

Weimar und das Erbe des Nationalsozialismus

Der heutige Tag unserer deutsch-polnischen Begegnung  - der zweite von insgesamt zehn - stand ganz im Zeichen des Themas "Weimar und der Nationalsozialismus". Während des Vormittags widmeten wir uns der Lektüre verschiedener Texte, darunter zwei Kapiteln des Buches "Mythos Weimar. Zwischen Geist und Macht" von Peter Merseburger. Dermaßen eingestimmt, begaben wir uns am Nachmittag von Oßmannstedt nach Weimar, um die vielerorts noch deutlich sichtbaren Spuren der NS-Geschichte direkt in Augenschein zu nehmen.

Erläuterungen zu Füßen des Goethe-Schiller-Denkmals
von 1859 vor dem Deutschen Nationaltheater
(Photo: Adam Symonowicz)
Der Historiker Rüdiger Haufe von der Klassik Stiftung Weimar bot uns eine hochinteressante Stadtführung an einschlägige Orte im Zentrum Weimars, die das bedrückende Erbe des Nationalsozialismus in der "Klassikerstadt" vor Augen führen: vom Deutschen Nationaltheater über das Schillerhaus, das Goethe-Nationalmuseum (maßgeblich von Hitler finanzierter Anbau aus dem Jahr 1935!), das Hotel Elefant und den ehemaligen Marstall mit der Installation "Zermahlene Geschichte" am Standort der früheren Gestapo-Baracken bis zum ehemaligen Gauforum mit seiner durchaus kritikwürdigen Nutzung als Konsumtempel namens "Weimar Atrium".